WM-Medaille soll Saison krönen Der Österreicher Werner Schuster hat die deutschen Skispringer wieder an die Weltspitze herangeführt. Im Interview mit sport.ARD.de spricht der Bundestrainer über sein Erfolgsgeheimnis und die verbleibenden Ziele für diese Saison.Vier DSV-Springer unter den ersten 15 der Tourneewertung, Martin Schmitt erstmals seit Jahren wieder auf dem Podest und im Gesamtweltcup auf Platz fünf. Was haben Sie mit den deutschen Skispringern gemacht, Herr Schuster?Werner Schuster: So einfach ist das nicht zu beantworten. Wir haben mehrere Sachen gemacht. Zum einen war das Ziel, aus den vorhandenen Leistungsträgern vielleicht ein bisschen mehr herauszukitzeln als in den letzten Jahren und gleichzeitig auch das System so stärken, dass junge Leute herangebildet werden, die mal in die Fußstapfen der derzeitigen Leistungsträger treten können. Das ist uns bislang ganz gut gelungen. Die Tournee war natürlich ganz toll für uns. Vier unter den besten 15 - mit dem momentanen Personalstand ist das sicherlich der obere Rand unserer Möglichkeiten. Aber wir haben jetzt mehrfach beweisen können, dass wir näher an die Spitze herangerückt sind.
Was machen Sie anders als Ihre Vorgänger?Werner Schuster: Wir haben strukturell ein paar Sachen umgestellt, insbesondere die erste und zweite Ebene wieder unter die zentrale Führung gestellt. Ich habe versucht, mehr Kommunikation und Miteinander vorzuleben. Das hat auf die Athleten abgefärbt. Die fühlen sich wohl, fühlen sich verstanden, fühlen sich auch ein wenig sicherer. Und das Vertrauen, das speziell die arrivierten Sportler gespürt haben, haben sie bis zum heutigen Tag mit Leistung zurückgezahlt.
weiterlesen[(c)sport.ard.de]