Flieg, Adler, flieg! Heute in einer Woche heben Österreichs Skispringer erstmals in dieser Saison in Kuusamo (Fin) ab. Das Ziel ist klar: „Die Position als beste Nation der Welt festigen“, erklärt Coach Alex Pointner. Teamintern aber könnte „Küken“ Gregor Schlierenzauer den „Überflieger“ Thomas Morgenstern als Nummer eins ablösen. Von einer Wachablöse will „Schlieri“ nichts wissen: „Vergesst nicht, ich gehe erst in meine dritte Saison. Ich bin jung, der Gesamtweltcup ist deshalb nicht mein Ziel.“ Die Statistik spricht aber eine andere Sprache: Im Kalenderjahr 2008 war Gregor der überragende Athlet. Mit sechs Weltcup-Siegen schaffte er doppelt so viele wie „Super-Adler“ Morgenstern. Dazu kam der Doppelpack bei der Skiflug-WM in Oberstdorf. Und auch im Sommer sprang das „Teamküken“ dem Rest der Welt davon. Die vergangenen sechs Bewerbe gewann der 18-jährige Tiroler. „Skispringen ist meine ganz persönliche Droge“, gesteht er. Nachsatz: „Mit meiner Entwicklung bin ich zufrieden, darum habe ich auch nichts an meinem Training verändert.“
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