"Er hat sich schon nach dem ersten Sturz geärgert, weil der nicht hätte sein müssen. Gregor hat die Charakteristik des Radius noch nicht so genau gekannt. Nach dem zweiten Durchgang verstehe ich seine Reaktion, gerade beim Skifliegen, der Königsdisziplin, steht man unter höchster Anspannung", äußerte ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner Verständnis für seine Nummer 1. Zwar hätte Schlierenzauer ein schwacher Sprung von etwa 167 Meter gereicht, um den Sieg der Österreicher als letzter Springer zu fixieren, doch der Athlet denkt da nicht daran.
"Absolute Spitzensportler wollen sich keine Blöße geben und möchten auch unter gleichen Bedingungen wie alle anderen starten. Die sind wie Rennpferde und gedrillt, absolute Topleistungen zu bringen", erklärte Pointner, der in Zukunft in solchen Situationen aber überlegen will, seinem Schützling zu empfehlen, den Anlauf von selbst zu verkürzen. Einen solchen Gedanken hatte Schlierenzauer heuer auch schon bei der Olympia-Generalprobe in Whistler geäußert, als er dann auf den nicht für möglich gehaltenen Schanzenrekord von 149 m hinuntergesegelt war.
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